F.A.Q.

An dieser Stelle findet ihr häufig gestellte Fragen, die wir euch aus der Perspektive der Regionalberatung Berlin-Brandenburg erläutern. Da es überregional im Mietshäuser Syndikat mehrere Beratungszusammenhänge gibt, sprechen die Antworten nicht für alle BeraterInnen im Mietshäuser Syndikat.

Wer seid ihr?

Die Regionalberatung Berlin-Brandenburg ist eine Gruppe von ehrenamtlichen Berater_innen die hauptsächlich Hausprojektinitiativen, aber auch bereits bestehende Hausprojekte beraten. Wir selbst verstehen uns als eine kollektive Struktur und treffen uns neben den regelmäßigen offenen Beratungstreffen zweimal im Monat unter uns, um uns auszutauschen und bei den Beratungsprozessen gegenseitig zu unterstützen.

Schwerpunkt unserer Beratungstätigkeit ist die Beratung zum Modell des Mietshäuser Syndikats. Die Beratung ist für die Gruppen kostenlos.

Neben der Beratung versuchen wir auch politisch zu intervenieren und die Idee “Die Häuser denen die drin wohnen!” auf den gesamten Wohnungsbereich zu übertragen. Uns geht es dabei nicht um Kopien des Syndikats, sondern um die Weitergabe von Erfahrungen und Wissen. Außerdem versuchen wir, bestehende und neu entstehende Initiativen miteinander zu vernetzen.

Wie laufen die Beratungen ab?

Im Vordergrund steht für uns die direkte Vereinbarung: Da jede Gruppe und jedes Haus anders ist gestalten wir die Beratungen mit euch zusammen und an euren konkreten Situationen ausgerichtet. Daher gibt es keinen einheitlichen Prozess. Auch bei unseren regelmäßigen Beratungsterminen wird in Absprache mit den jeweiligen Gruppen geschaut ob wir eine Einzelberatung machen oder Gruppen die den selben Stand haben, zusammen beraten.

Wichtig ist uns, dass ihr uns als Kollektiv wahrnehmt und ansprecht. Die einzelnen Berater_innen haben unterschiedliche Schwerpunkte, weshalb wir  die anfallenden Aufgaben untereinander verteilen.

Was beratet ihr eigentlich?

Wir beraten Gruppen in Fragen der Hausprojektentstehung. Unser Ziel ist es Haus- und Wohnprojekte zu ermöglichen, die nicht in Privateigentum stehen. Wir vermitteln Kontakte und Know-How hauptsächlich in den Fragen Recht, Finanzen und Gruppenprozesse. Gruppen, die sich dafür entscheiden, dem Syndikat beitreten zu wollen, begleiten wir auf dem Weg bis zur Mitgliedschaft und bleiben bei Bedarf und überhaupt auch so gerne danach weiter in Kontakt.

Was beratet ihr nicht?

Wir machen keine Mieter_innenberatung und wir sind auch keine Wohnungsbörse, für Interesse an einem Zimmer in einem Wohnprojekt wendet euch bitte direkt an die Projekte. Bei Problemen mit dem/der Vermieter_in empfehlen wir die Mitgliedschaft und Beratungen der Berliner Mietergemeinschaft oder des Berliner Mieterverein. Wir selbst können keine Häuser vermitteln, sofern wir jedoch von geeigneten Immobilien erfahren, gehen wir auf Gruppen in unserem Netzwerk zu. Solltet ihr als Hausbesitzer_innen oder Erb_innen ein Objekt in eine sinnvolle Nutzung bringen wollen, könnt ihr gerne auf uns zukommen. Von Makler_innenangeboten nehmen wir an dieser Stelle jedoch Abstand.

Wen beratet ihr?

Im Schwerpunkt beraten wir selbstorganisierte Gruppen die ein selbstverwaltetes Hausprojekt nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats gründen wollen. Mieter_innen die sich zusammentun wollen und “ihr” Haus kaufen wollen, beraten wir ebenfalls.

Innerhalb des Syndikats befinden sich nicht nur Wohnprojekte sondern auch Kultur- und Gewerbeprojekte. Als Beispiele seien das “Grether-Gelände” in Freiburg und der Handwerkerhof Ottensen in Hamburg genannt. Im Grether befinden sich das Archiv der Sozialen Bewegung, Radio Dreyeckland, ein Café und weitere Projekte. Der Handwerkerhof Ottensen ist ein Zusammenschluß von kleineren und mittleren Handwerksbetrieben in Hamburg-Altona, welcher auf einem von der Stadt angebotenen Gelände einen Handwerkerhof einen Neubau errichtet hat.

Macht ihr Ausnahmen?

Ja, die Regionalberatung Berlin-Brandenburg berät auch Initiativen, die nicht Projekte des Mietshäuser Syndikats sind oder werden wollen, sofern  ein gemeinschaftlicher, sozialer oder politische Anspruch existiert und sie nicht das Ziel haben, Privateigentum zu bilden.

Wo macht ihr keine Ausnahmen?

Wir beraten definitiv keine Projekte die das Ziel haben Privateigentum zu bilden oder in die Kategorie Baugruppe gehören. Gegenüber esoterischen und anti-emanzipatorischen Projekten machen wir ebenfalls Halt. Wir behalten uns auch vor, gegebenenfalls Beratungen abzubrechen.

Sind die Beratungstermine offen?

Die Beratungen stehen Gruppen nach Anmeldung offen, bitte meldet euch vorher und laßt euch den Termin und Ort bestätigen. Daneben organisieren wir noch Veranstaltungen und Workshops, die Teilnahmemöglichkeiten werden in den jeweiligen Einladungen mitgeteilt.

Wo kann ich mich weiter informieren?

Vom Syndikatsverbund gibt es eine umfangreiche Broschüre die über Modell und die einzelnen Projekte einen Überblick gibt, diese kannst du als .pdf (3,6MB) unter Materialien runterladen. Als Kurzeinstieg eignet sich auch der Flyer oder ein Artikel in der ARCH+ vom März 2011 oder aus der Fachzeitschrift “Planerin”. Weitere Informationen findest du auch unter Syndikat.org. Für die Region Berlin-Brandenburg informieren wir gelegentlich in einem Newsletter, den du hier abonnieren kannst:

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2 Kommentare zu F.A.Q.

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